Swing-Musik

Wird mir Swing-Musik gefallen?

Die meisten unter uns kannten Swing-Musik nicht, bevor sie mit dem Tanzen angefangen haben. Aber wenn man mal genauer hinhört, dann kann man sie bei so einigen modernenn Künstlern entdecken: Alice Francis, Zaz, oder Caravan Palace und Parov Stelar und viele mehr. Und die Band „Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox“  trimmt zurzeit moderne Lieder auf Vintage um und landet damit einen Riesenerfolg.

Swing-Musik ist sehr zugänglich und gar nicht gewöhnungsbedürftig. Die Instrumente sind vertraut: Klavier, Trompete, Posaune, Schlagzeug, Gitarre und Bass, um nur ein paar zu nennen. Der Rhythmus hat einen speziellen Effekt: wenn etwas „swingt“, dann wird es mit ganz kleinen unregelmäßigen Akzenten gespielt und unser Körper merkt das und füllt die winzigen Lücken mit Bewegung und schwingt mit. Dazu kommt dann die fröhlichen, häufig verspielten Melodien und oft witzige Texte. Im folgenden Video siehst vier Top-Tänzer bei ihrer Interpretation der Live-Musik beim „The Snowball“ Festival in Stockholm (Tänzer: Vincenzo Fesi, Katja Zavrsnik, Henric & Joanna Stillman).

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Gestern und Heute 

Die 1920er – 1940er Jahre waren eine musikalisch faszinierende Zeit. Mit der Entwicklung des Jazz wurde ein ganz neuer Musikstil geboren, die Swingmusik eroberte mit den Big Bands wie z.B. Artie Shaw, Benny Goodman, Cab Calloway, Count Basie, Duke Ellington, Glenn Miller und Jimmie Lunceford die Welt. Moderne Swing-Bands und auch die heutigen Tänzer fühlen sich dieser Zeit verbunden und verwenden viel Energie darauf, den Stil, die Atmosphäre, den Ton und die Bewegungen zu rekreieren. Gleichzeitig bleiben sie aber auch dem Zeitgeist und der Idee des Swing treu indem sie den Tanz und die Musik kontinuierlich weiterentwickeln. Hier ein paar Bespiele:

 

 

Jimmie Lunceford (Original der Ära)

Hot Sugar Band (Moderne Swing-Band)

Electro-Swing


Swing – mal schnell, mal langsam, und alles dazwischen

Bei SwingStep lernst du auf jedes Swing-Tempo zu tanzen. Und für jedes Tempo bringen wir dir nicht nur die Grundlagen und leichten Optionen bei, sondern auch die komplexeren und beeindruckenden Variationen mit Wow-Effekt bei. So kannst du zu jedem Lied, mit jedem Partner und ganz nach Laune gemütlich oder mit mehr Schmiss.

Langsam…

Langsam heißt auf keinen Fall langweilig, wie man in diesem Clip toll sehen kann.

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Mittleres Tempo.

Hier ein Beispiel für eine Choreography zu einem mittleren Tempo, getanzt von den SwingStep-Gründern Ali und Katja.

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Schnell!

Und manchmal wird’s auch schnell… richtig schnell!

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Jazz und Tanz - ein Artikel von Henning Bake (Brasstime Big Band)

Swingtanzen aus Sicht eines Musikers

Wenn man heutzutage den Begriff Jazz hört, verbinden ihn die wenigsten Leute mit Tanzmusik.
Man stellt sich Konzerte vor, in denen die Musiker auf der Bühne stehen und kunstvoll ihr Musik zelebrieren. Das Publikum sitzt still und hört verzaubert zu.
Was heutzutage vergessen wird, ist, das der ursprüngliche Jazz als Unterhaltungsmusik entstand.
Es gab kein Fernsehen, nur wenige hatten Radios oder Plattenspieler.
Die Leute gingen abends aus und wollten unterhalten werden.
Um Lokale zu füllen, wurden Musiker engagiert. Um Geld zu verdienen, mußten die Musiker bei diesen Veranstaltungen spielen, ansonsten gab es für sie damals noch keinen großen Bedarf.
Erst im Laufe der Zeit entwickelte sich der Jazz weiter und fand ein Publikum, welches mehr auf die Künstler fixiert war und hören wollte, wie diese kunstvoll mit ihren Instrumenten umgehen konnten.

Heutzutage gibt es eine kleine Renaissence der ursprünglichen Zeiten.
Begeisterte Tänzer entdeckten den Lindy Hop neu für sich.
Dies ist ein Tanz aus den 20er bis 40er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Er ist unmittelbar mit der Swing-Ära und den großen Big Bands verbunden.

Durch die Begeisterung der Tänzer resultiert, das verstärkt nach Bands gesucht wird, die für Tänzer spielen. Und zwar wird Jazz verlangt. Es muß swingen und es muß grooven, daher werden zumeist Swing und Bluestitel gewünscht.


Was ist nun der Unterschied für einen
Musiker ?
Der Hauptunterschied den ich feststellen konnte, ist die Athmosphäre bei der Veranstaltung.
Bei Konzerten ist doch alles etwas angespannt. Der Künstler möchte eine gute Vorstellung geben. Er möchte sein Können demonstrieren und den besten Eindruck hinterlassen. Das Publikum hat eine gewisse Erwartungshaltung Sie möchten etwas geboten bekommen. Der Künstler steht im Mittelpunkt und kann sich produzieren.

Bei einem Jazzabend, bei dem getanzt wird, ist die Athmosphäre wesentlich entspannter.
Es gibt zwar auch eine Erwartungshaltung, die betrifft aber eher den Abend als Ganzes, es wird als eine komplette Einheit verstanden.
Die Erwartungshaltung projeziert sich nicht so sehr auf die einzelnen Musiker, sondern eher noch auf die dargebrachte Musik.
Jeder bei so einer Veranstaltung weiß, das er selber aktiv ist, das er selber zu einem guten Abend mit beiträgt.
Nun gut, wenn die Band katastrophal spielt, kann das den Abend auch nicht retten, aber wenn ein Solist mal sein Solo nicht so hundertprozetig hinbekommt, ist das nicht ganz so ausschlaggebend.

Ich und ein Großteil meiner Bandkollegen, finden es jedenfalls wesentlich entspannender vor einem Tanzpublikum zu spielen.
Wobei man sich darüber im Klaren sein muß, dass dieses Publikum sehr anspruchsvoll ist.
Die Rhythmusgruppe muß stehen und swingen wie eine eins. Da zu diesem Rhythmus getanzt wird, wird jeder Fehler sofort bemerkt.


Außerdem sind die meisten Lieder bis in das kleinste Detail bekannt. Da ständig zu diesen Titeln das Tanzen geübt, Workshops gemacht, Choreografien einstudiert werden, kennen die Tänzer die Arrangements wirklich äußerst genau.

Ein weiterer großer Unterschied besteht darin, das man die Akzeptanz des Musikstücks beim Publikum sofort erfährt.
In einem Konzert spielt man den Titel und am Ende wird geklatscht. Je nachdem, ob es ein Stück war, das den Leuten gefallen hat, oder ob der Solist ein fantastisches Solo dargeboten hat, wird mehr oder weniger geklatscht.
Bei einem Tanzpublikum sieht man sofort, ob man sich bei der Auswahl des Musikstücks vertan hat.
Bringt man eine Bebop Nummer oder einen Free Jazz Titel und plötzlich verlassen 80 Leute die Tanzfläche und vor der Band wird es leer, dann weiß man, man lag daneben.

Man sieht, es sind unterschiedliche Veranstaltungen, auf die man als Musiker unterschiedlich vorbereitet sein muß.

Was bei einem Jazz Event mit Tanz schön ist, das ist die Tatsache, das das Publikum den Solisten unheimlich animieren kann aus sich herauszugehen und neues zu kreieren. Denn das was er spielt, wird sogleich von den Tänzern aufgenommen und in Bewegung umgesetzt. Besonders gute Musiker nehmen Bewegungen von guten Tänzern auf und interpretieren und untermalen diese auf ihrem Instrument. Man hat die unmittelbare Reaktion des Publikums auf die eigene Musik und das kann einen Swingtanz Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Sowohl für die Tänzer als auch für die Musiker.

Besuche die Webseite der Brasstime Big Band!

Unsere Musiksammlung

Nutze unsere Playlisten so wie sie sind oder lass dich für eine eigene Sammlung inspirieren

Wir haben eine Musiksammlung zusammengestellt, die du zum Tanzen üben nutzen kannst oder auch einfach nur zum Zuhören und Genießen spielen lassen kannst. Natürlich gibt es jede Menge mehr Swing-Musik, du erlebst hier also nur einen kleinen Vorgeschmack. Die Auswahl spiegelt die Vorlieben unseres Teams wider und setzt sich aus Musikstücken zusammen, die wir im Unterricht oder auf Parties gerne spielen. Gelegentlich stellen wir neue Songs ein oder nehmen ein paar aus dem Programm, an denen wir uns sattgehört haben.

Damit du selbst entscheiden kannst, wie und wo du die Musik abrufst, stellen wir die Playlisten auf Deezer zum sofortigen abspielen im Radio-Modus* sowie als links für Deezer und Spotify zur Verfügung. Zusätzlich haben wir die Titelnamen hier als Liste aufgeführt, falls du deine Songs lieber selbst auf den verschiedenen Diensten, wie z.B. Amazon oder iTunes abrufen möchtest oder als MP3 kaufen willst.

* Du kannst die Liste wie ein Radioprogramm anhören, auch wenn du keinen Deezer-Account hast. Wenn du allerdings ein Lied wegklickst oder überspringst, stellt Deezer auf ein „Probehören“-Modus um, bei dem jedes Lied für nur 30 Sekunden angespielt wird.

60 Minuten Social Dance-Playliste (115 - 235 BPM)

Unsere Social Dance Playliste ist eine Zusammenstellungen von Songs verschiedener Tempi, von langsam bis schnell, bunt gemischt und sehr tanzbar. Du kannst die Liste auch gerne in einen Player deiner Wahl übertragen und die Reihenfolge ändern wie es dir gefällt. Die Angabe „BPM“ steht für „beats per minute“, also Taktschläge pro Minute, je höher, desto schneller.


Song-Liste

  1. June Christy – Shoo-Fly Pie (1946) – 125 BPM
  2. Glenn Crytzer – Ten ‚Til Five (2011) – 140 BPM
  3. Benny Goodman – Flat Foot Floogee (1938) – 160 BPM
  4. Artie Shaw – One Night Stand (1939) – 195 BPM
  5. Preservation Hall Jazz Band – Short Dressed Gal (2009) – 165 BPM
  6. Jonathan Stout – Oomph Fa Fa (2003) – 130 BPM
  7. Mildred Bailey – Wham (1940) – 115 BPM
  8. Jesse Stone – Cole Slaw (1949) – 145 BPM
  9. Cootie Williams – Do Some War Work, Baby (1944) – 145 BPM
  10. Fats Waller – Scram (1940) – 175 BPM
  11. Hot Sugar Band – Flip Lid (2014) – 185 BPM
  12. Bunny Berigan – Little Gate’s Special (1939) – 205 BPM
  13. Artie Shaw – Just Kiddin‘ Around (1941) – 150 BPM
  14. Lionel Hampton – Don’t Be That Way (1938) – 135 BPM
  15. Count Basie – Splanky (1958) – 120 BPM
  16. Jonathan Stout – Squatty Roo (2003) – 170 BPM
  17. Ella Fitzgerald – Jubilee Swing (1940) – 175 BPM
  18. Count Basie – Jumpin‘ At The Woodside (1938) – 235 BPM
  19. Lil Armstrong – You Shall Reap What You Saw (1938) – 180 BPM

Hier die Playlisten-Links für Deezer und Spotify

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20 Minuten Trainings-Playliste - langsames Tempo (115 - 145 BPM)

Wie tanze ich dazu am besten?

Bei den langsameren Stücken passen Triple Steps am besten. Groove walks oder Charleston-Kicks würden sich hier wie Zeitlupe anfühlen und nicht so elegant mit der Musik fließen. Als kleine Abwechslung kann man sie trotzdem einbauen und als Solo Jazz oder rhythmische Variation in die Triple Steps mischen. Langsam tanzen kann eine Herausforderung sein: je langsamer die Musik, desto schwerer ist es, genau im Rhythmus zu bleiben und nicht zu schnell zu werden.


Song-Liste

  1. Mildred Bailey – Wham (1940) – 115 BPM
  2. Count Basie – Splanky (1958) – 120 BPM
  3. June Christy – Shoo-Fly Pie (1946) – 125 BPM
  4. Jonathan Stout – Oomph Fa Fa (2003) – 130 BPM
  5. Lionel Hampton – Don’t Be That Way (1938) – 135 BPM
  6. Glenn Crytzer – Ten ‚Til Five (2011) – 140 BPM
  7. Jesse Stone – Cole Slaw (1949) – 145 BPM

Hier die Playlisten-Links für Deezer und Spotify

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20 Minuten Trainings-Playliste - mittleres Tempo (145 - 175 BPM)

Wie tanze ich dazu am besten?

Je nachdem wieviel Erfahrung du schon hast, kannst du auf dieses Tempo it Triple Steps oder aber auch mit Groove walks oder Charleston-Kicks tanzen. Das Tempo ist auch ideal, um die Übergänge zwischen den verschiedenen Schrittarten zu üben und alles im gleichen Lied zu mischen. Als kleine Zusatzaufgabe kannst du auch versuchen, deine Auswahl der Schritte genau an die verschiedenen Passagen der Musik anzupassen, je nachdem, ob der Rhythmus oder die Melodieführung mehr energiegeladen oder eher sanft ist.


Song-Liste

  1. Cootie Williams – Do Some War Work, Baby (1944) – 145 BPM
  2. Artie Shaw – Just Kiddin‘ Around (1941) – 150 BPM
  3. Benny Goodman – Flat Foot Floogee (1938) – 160 BPM
  4. Preservation Hall Jazz Band – Short Dressed Gal (2009) – 165 BPM
  5. Jonathan Stout – Squatty Roo (2003) – 170 BPM
  6. Hot Sugar Band – Wham!!! (2014) – 170 BPM
  7. Ella Fitzgerald – Jubilee Swing (1940) – 175 BPM

Hier die Playlisten-Links für Deezer und Spotify

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20 Minuten Trainings-Playliste - schnelles Tempo (175 - 235 BPM)

Wie tanze ich dazu am besten?

Auf die schnelle Musik lassen sich gut und einfach Groove Walks und Charleston-Kicks tanzen, je nachdem wie Energie du projizieren möchtest. Triple Steps auf dieses Tempo zu tanzen ist eine Herausforderung, wenn du dich traust, versuch doch mal auf das schnellste Lied der Liste Swingouts zu tanzen.


Song-Liste

  1. Fats Waller – Scram (1940) – 175 BPM
  2. Lil Armstrong – You Shall Reap What You Saw (1938) – 180 BPM
  3. Hot Sugar Band – Flip Lid (2014) – 185 BPM
  4. Artie Shaw – One Night Stand (1939) – 195 BPM
  5. Bunny Berigan – Little Gate’s Special (1939) – 205 BPM
  6. Jonathan Stout – Diga Diga Doo (2003) – 225 BPM
  7. Count Basie – Jumpin‘ At The Woodside (1938) – 235 BPM

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14 Minuten Trainings-Playliste - Musicality

Wie tanze ich dazu am besten?

Kannst du den “call for home” – das hörbare Zeichen das die Phrasierung anzeigt – in jedem Lied hören? Wie verändert sich die Musik am Ende der musikalischen Phrasierung? Verändert sich der Gesang? Oder die Rhythmusgruppe? Oder was anderes? Wenn du auf die verschiedenen Lieder (alleine oder mit Partner) tanzt, versuch einfach mal während der Phrase nur Basics (Rock steps und Triple steps) zu tanzen und sobald du den „call for home“ hörst, ändere deine Bewegung in „heel-toes“ oder einen „freeze“. Und starte jede neue Phrase mit einem Rock Step auf der 1. Die ersten beiden Lieder sind sehr klar und einfach aufgebaut, die letzten beiden sind etwas komplexer.


Song-Liste

  1. Louis Jordan – Knock Me a Kiss (1941) – 116 BPM
  2. Slim Gaillard – Atomic Cocktail (1945) – 130 BPM
  3. Gordon Webster – Long Gone John (2009) – 140 BPM[not available on Spotify]
  4. Peggy Lee – You Deserve (1959) – 124 BPM
  5. Tennessee Ernie Ford – Sixteen Tons (1955) – 140 BPM

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* Du erreichst uns am besten Montag, Dienstag, Donnerstag oder Freitag von 12 - 14 Uhr. Falls nicht, melden wir uns innerhalb eines Tages.